Ein Microsoft Logo aus Menschen

Microsoft opfert Xbox-Studios für neue KI-Ziele

Fünf Entwicklerstudios werden ausgegliedert. Der Tech-Gigant braucht frisches Kapital für extrem teure Azure-Rechenzentren.

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Ein Microsoft Logo aus Menschen

Microsoft entlässt 4800 Angestellte und lagert mehrere Xbox-Entwicklerstudios aus. Der Konzern reduziert seine Belegschaft, um den enormen Kapitalbedarf seiner Azure-Rechenzentren auszugleichen. Direkte Ersetzungen durch künstliche Intelligenz gibt es bei diesen Streichungen laut Management nicht.

Kahlschlag im Gaming-Sektor

Die Kürzungen treffen primär die Gaming-Sparte mit 3200 gestrichenen Stellen. Xbox-Chefin Asha Sharma informierte die Belegschaft über die anstehende Trennung von mehreren Studios. Compulsion Games und Double Fine Productions arbeiten künftig unabhängig.

Ninja Theory und Undead Labs werden ebenfalls ausgegliedert, um eigene Titel eigenständig weiterzuentwickeln. Bei Arkane Studios laufen in Frankreich derzeit Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung über die Zukunft des Standorts.

Microsoft reagiert mit dem Umbau auf enttäuschende Hardware-Verkaufszahlen und hohe Produktionskosten. Die Strategie rückt von exklusiven Xbox-Titeln ab und fokussiert sich auf eine plattformübergreifende Veröffentlichung von Spielen.

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Infrastrukturkosten belasten Bilanzen

Der Sparkurs finanziert den parallelen Ausbau der KI-Infrastruktur. Microsoft prognostizierte im April Investitionen von 190 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2026. Dieses Budget fließt vorrangig in neue Datenzentren für das Azure-Cloud-Geschäft. Azure war bis April der exklusive Anbieter für die Modelle von OpenAI.

Personalchefin Amy Coleman stellte intern klar: »Die heute gestrichenen Rollen werden nicht durch KI ersetzt.« Sie merkte allerdings an, dass KI die generelle Arbeitsweise im Konzern verändere. Bereits im Frühjahr hatten 9000 Angestellte in den USA freiwillige Abfindungsangebote erhalten, um Personalkosten zu senken.

An der Börse sorgte die Ankündigung für keine Erholung. Die Microsoft-Aktie schloss am Montag 1,4 Prozent im Minus. Investoren fordern inzwischen konkrete Zahlen, die belegen, dass die KI-Dienste mehr Geld einbringen, als ihre Rechenzentren verschlingen.

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