Google hat das KI-Modell Gemini 3.8 Flash Cyber veröffentlicht. Die Variante ist auf Cybersicherheit, Schwachstellensuche und Code-Reparaturen spezialisiert. Im Gegensatz zum regulären Modell erhalten jedoch nur verifizierte Sicherheitsexperten Zugriff auf diese Funktionen.
Der Unterschied zum Standardmodell
Während das reguläre 3.8 Flash für allgemeine Programmieraufgaben und autonome Agenten konzipiert ist, konzentriert sich die Cyber-Version auf die Abwehr von Angriffen. Google stattet es dafür mit weitreichenden Analysefähigkeiten aus.
Da Angreifer diese Funktionen auch für das Ausnutzen von Lücken verwenden könnten, limitiert das Unternehmen den Zugang streng. Über das neue Fairwind-Programm dürfen ausschließlich Regierungsbehörden, Betreiber kritischer Infrastrukturen und Software-Wartungsteams das Modell nutzen.
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Lücken finden und Code reparieren
In den aktuellen Leistungstests verzeichnet die neue Version deutliche Zuwächse gegenüber dem Vorgänger 3.5. Beim Benchmark CyberGym, der Fehler in C/C++-Code misst, schneidet das Modell besser ab als deutlich größere Konkurrenzmodelle.
Quelle: Google
Ein Google-interner Test über 20 Programmiersprachen hinweg bescheinigt dem Modell eine Erfolgsquote von über 70 Prozent beim Aufspüren von Sicherheitslücken.
Quelle: Google
Neben dem Finden von Fehlern trainierte Google das Modell auf das automatisierte Schreiben von Patches. Beim externen CWE-Bench erreicht es eine Pass@1-Quote von 47,2 Prozent. Ein größeres Konkurrenzmodell liegt mit 47,8 Prozent nur knapp davor, verursacht pro Durchlauf aber wesentlich höhere Kosten.
Quelle: Google
Praxiseinsatz bei Google und Partnern
Erste Unternehmen haben die KI bereits in ihre Abläufe integriert. Das Sicherheitsunternehmen Wiz meldet bei internen Penetrationstests eine um bis zu 9,7 Prozent höhere Trefferquote bei einem Bruchteil der bisherigen Ausgaben.
Googles eigenes Cloud-Sicherheitsteam spürte mit dem Modell eine schwerwiegende Schwachstelle in unter zwei Stunden auf. Solche Entdeckungen dauern in der Regel mehrere Monate. Das Chrome-Security-Team berichtet, dass das neue Modell 2,6-mal mehr fehlerfreie Patches generiert als andere kommerzielle Alternativen.
Um die KI selbst vor manipulierten Eingaben zu schützen, hat Google die Widerstandsfähigkeit gegen Prompt-Injections erhöht. Der Gray-Swan-Benchmark bescheinigt dem Modell hier eine Angriffs-Erfolgsquote von lediglich 6,0 Prozent.
Quelle: Google
Interessierte Sicherheitsteams können sich bei Google für den Zugang zum Fairwind-Programm bewerben.




