DeepSeek V4 vertraut komplett auf Huawei
Chinesische Tech-Riesen sichern sich Hunderttausende Ascend-Prozessoren für das KI-Modell. Nvidia bleibt bei diesem Launch außen vor.

DeepSeek V4 steht laut einem Leak von The Information kurz vor der Veröffentlichung. Das neue KI-Modell setzt exklusiv auf chinesische Hardware und schließt US-Konzerne wie Nvidia oder AMD komplett vom Vorabzugriff aus.
Fokus auf heimische Infrastruktur
Die Entwickler kooperierten über Monate hinweg mit Huawei und Cambricon. Sie passten das Modell exakt an heimische Prozessoren an. Chinesische Tech-Riesen wie Alibaba, Tencent und ByteDance reagierten sofort. Sie orderten Hunderttausende Einheiten des neuen Huawei Ascend 950PR für ihre eigenen Cloud-Dienste.
Diese immense Nachfrage trieb den Preis für den Chip in kurzer Zeit um 20 Prozent in die Höhe. Der Ascend 950PR liefert laut Huawei etwa die 2,8-fache Rechenleistung des Nvidia H20. An das Spitzenmodell H200 des US-Konkurrenten reicht die Hardware jedoch nicht heran. Zudem drosseln US-Exportkontrollen weiterhin spürbar die Produktionskapazitäten von Huawei.
Anzeige
Architektur und aktueller Status
Technisch basiert das kommende KI-Modell auf einer Mixture-of-Experts-Architektur mit insgesamt rund einer Billion Parametern. Etwa 37 Milliarden Parameter berechnen jeden einzelnen Token. Das Kontextfenster verarbeitet mehr als eine Million Token gleichzeitig in einer Anfrage.
Erste geleakte Vorabtests deuten auf starke Programmierfähigkeiten hin. Das Modell erreicht beim SWE-bench Verified einen Wert von über 80 Prozent. Es integriert zudem native Multimodalität für Text, Bild sowie Video.
Offiziell kündigte das Entwicklerstudio den Launch bislang nicht an. Auf der Unternehmenswebsite steht aktuell weiterhin Version 3.2 als primäres Produkt im Fokus der Nutzer.