Ein Mensch wird durch Nanopartikel mit einem Computer verbunden

Nasenspray reicht um Gehirne mit Computern zu verbinden

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Mensch wird durch Nanopartikel mit einem Computer verbunden

Das US-Startup Subsense will menschliche Gehirne ohne operative Eingriffe mit Computern koppeln. Mit Ray Kurzweil verstärkt nun ein prominenter KI-Forscher das Projekt.

Nasenspray statt Schädelbohrung

Während Elon Musks Neuralink winzige Elektroden über Bohrungen im Schädel implantiert und damit gelähmten Patienten die Computersteuerung per Gedankenkraft ermöglicht, setzt das Startup aus Palo Alto auf einen unblutigen Weg.

Über ein Nasenspray gelangen geladene Nanopartikel durch die Schleimhäute ins Hirngewebe. Eine von außen aufgesetzte Kappe mit Magnetspulen soll die Partikel steuern, um Nervenzellen gezielt zu stimulieren oder neuronale Signale zu erfassen.

Bisher existiert von dieser Kappe allerdings nur ein funktionsloses Anschauungsmodell, das an eine Mischung aus Baseballmütze und Fahrradhelm erinnert.

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Das Smartphone als Bremsklotz

Kurzweil berät das vier Jahre alte Unternehmen künftig bei der Produkt- und Technologieplanung. Der Autor von Büchern wie »The Singularity Is Near« sieht in handgehaltenen Endgeräten wie Smartphones eine künstliche Barriere, die den Zugang zu modernen Rechenmodellen verlangsamt.

Für den Vordenker der technologischen Singularität ist der Schritt konsequent: Der eigentliche Zweck des Menschen bestehe darin, seine biologischen Grenzen zu erweitern. »Letztlich wollen wir das Smartphone mit dem Gehirn verschmelzen«, erklärte Kurzweil bei der gemeinsamen Vorstellung in Kalifornien.

Vorklinische Phase an Mäusen

Von einem fertigen Produkt ist das Projekt noch Jahre entfernt: Subsense verfügt über 27 Millionen US-Dollar an Risikokapital und befindet sich derzeit in der vorklinischen Erprobung einzelner Komponenten an Mäusen.

Unternehmenschefin Tetiana Aleksandrova will das Verfahren zuerst für medizinische Therapien nutzen, bevor langfristig ein Konsumentenprodukt daraus werden soll. Sie bezeichnete Gehirn-Computer-Schnittstellen als eine der intimsten Technologien, die jemals geschaffen wurden.

Wann erste Versuche an Menschen beginnen könnten, ließ das Unternehmen in Palo Alto offen.

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