Ein Lama am programmieren

Meta hat nun ein besseres KI-Modell als OpenAI

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Ein Lama am programmieren

Meta meldet sich an der Spitze der Sprachmodelle zurück. Mit Muse Spark 1.3 schließt der Konzern zu Anthropic und OpenAI auf, bietet Spitzenwerte bei Programmieraufgaben und unterbietet die Konkurrenz bei den Betriebskosten deutlich.

Gleichstand mit OpenAI in den Benchmarks

Im Intelligence Index von Artificial Analysis erzielt die Variante Muse Spark 1.3 (xhigh) 61 Punkte. Damit zieht Meta mit GPT-5.6 Sol von OpenAI und Grok 4.6 von xAI gleich.

Die Variante Muse Spark 1.3 (max) erreicht 62 Punkte und belegt hinter Claude Fable 5.1 und Claude Opus 5 den dritten Platz im Feld. Diese Version befindet sich noch in einer geschlossenen Testphase für ausgewählte Partner.

Quelle: Artificial Intelligence

Große Zuwächse verzeichnet das Modell bei agentischen Aufgaben und beim Programmieren. Im Banken-Benchmark Tau3-Bench erreicht die Variante »max« 52 Prozent und setzt sich an die Spitze aller getesteten Modelle. Bei Terminal-Bench 2.1 liegt Muse Spark 1.3 mit 88,8 Prozent gleichauf mit GPT-5.6 Sol, während es bei DeepSWE v1.1 mit 75,4 Prozent vor Claude Opus 5 liegt.

Quelle: Meta

Mehr Ausdauer bei langen Arbeitsabläufen

Das Kontextfenster fasst eine Million Token. Bei Abfragen über sehr lange Kontexte zwischen 512.000 und einer Million Token stieg die Trefferquote im MRCR-Test von 55,5 Prozent beim Vorgänger auf nun 98,1 Prozent.

Meta hat das Modell darauf trainiert, Arbeitsaufträge mit vielen Einzelschritten in einem fortlaufenden Chat zu bewältigen. Es stellt Rückfragen bei unklaren Prompts, fordert bei Problemen Unterstützung an und holt vor folgenreichen Aktionen eine Bestätigung ein.

Laut Meta arbeitet Muse Spark 1.3 beim Programmieren schneller und kürzer als die Version 1.2. Es benötigt rund 20 Prozent weniger Tool-Aufrufe und spart etwa ein Viertel der Token ein.

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Gleiche Rechenleistung zu geringeren Kosten

Der reguläre API-Zugriff kostet 1,25 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 4,25 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token. Gecachte Eingaben werden mit 0,15 US-Dollar berechnet.

Quelle: Openrouter

Umgerechnet auf eine standardisierte Aufgabe im Intelligence Index belaufen sich die Kosten für Muse Spark 1.3 (xhigh) auf 0,55 US-Dollar. Direkte Konkurrenten auf demselben Leistungsniveau sind spürbar teurer. Grok 4.6 liegt bei 0,94 US-Dollar, GPT-5.6 Sol bei 0,95 US-Dollar und Claude Opus 5 verlangt 2,34 US-Dollar pro Aufgabe.

Quelle: Artificial Intelligence

Günstiger Contributor-Tarif verlangt Nutzerdaten

Für Entwickler bietet Meta eine zusätzliche Tarifoption namens »Muse Spark 1.3 Contributor« an. Hier sinkt der Preis auf 0,10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 0,20 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token.

Quelle: Openrouter

Der Preisnachlass hat eine Bedingung: Meta darf alle über diesen Tarif übermittelten Daten für das Training zukünftiger Modelle verwenden. Für Unternehmen mit vertraulichen Daten kommt dieser Tarif nicht infrage, für Entwicklertests ist der Tarif aber unglaublich interessant.

Muse Spark 1.3 steht in Metas Entwicklungsumgebung Muse Code für macOS und Linux sowie über die eigene API bereit. Die Variante mit voller Rechenleistung schaltet Meta nach Abschluss der Sicherheitsprüfungen für alle Kunden frei.

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