EU verbietet vollständig KI-generierte Bilder
Offizielle Kommunikationsteams dürfen generative Modelle nur noch zur Optimierung von echten Fotos einsetzen.

Die Europäische Union schiebt synthetischen Medien in der Öffentlichkeitsarbeit einen Riegel vor. Kommission, Parlament und Rat untersagen ihren Teams ab sofort den Einsatz vollständig KI-generierter Bilder und Videos. Politico machte diese neue Direktive öffentlich.
Fokus auf echte Aufnahmen
Die Verantwortlichen in Brüssel setzen auf authentisches Bildmaterial, um das Vertrauen der Bürger zu erhalten. KI-Modelle dürfen lediglich bestehende Fotos oder Clips aufwerten.
Mitarbeiter können die Technologie weiterhin nutzen, um die Auflösung von Bildern zu verbessern oder unerwünschtes Bildrauschen zu entfernen. Ein kompletter Ersatz der Realität durch Bildgeneratoren bleibt jedoch untersagt. Das Europäische Parlament mahnt seine Angestellten explizit zu besonderer Wachsamkeit gegenüber den Risiken generativer KI-Modelle.
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Fachwelt übt Kritik
Branchenkenner bewerten diesen strikten Kurs negativ. Walter Pasquarelli, Forscher an der Universität Cambridge, fordert einen transparenten Umgang anstelle eines Verbots. »Verantwortungsvolle Nutzung schlägt Abstinenz«, ordnet der Experte die Entscheidung ein.
Analysten betonen den Widerspruch zur aktuellen Gesetzgebung. Die EU vergibt laut den Fachleuten die Möglichkeit, die Vorgaben ihres eigenen AI Acts in der Praxis zu demonstrieren. Mit sichtbaren Wasserzeichen und klaren Kennzeichnungen könnten die Behörden der Öffentlichkeit vorleben, wie ein sicherer Umgang mit synthetischen Inhalten aussehen sollte.
Politiker experimentieren mit Modellen
Außerhalb der EU-Behörden binden Spitzenpolitiker synthetische Bilder längst in ihre Strategien ein. In den USA veröffentlicht Donald Trump regelmäßig KI-generierte Inhalte auf seiner Plattform Truth Social.
Auch europäische Staatsoberhäupter testen die Technologie aktiv. Bundeskanzler Friedrich Merz publizierte ein KI-generiertes Tanzvideo auf Instagram, um auf diese Weise über mögliche Gefahren aufzuklären. Ungarns Ministerpräsident nutzt Deepfakes hingegen gezielt für politische Attacken. Die EU-Institutionen grenzen sich von dieser Praxis ab und verzichten in der offiziellen Kommunikation weiterhin konsequent auf generierte Medien.