Nvidia Chef lobt Chinas KI und provoziert US Unternehmen
Jensen Huang bezeichnet Open Source Modelle aus Asien als hervorragend. Ein Verbot würde den USA nur schaden.

Nvidia-Chef Jensen Huang stellt sich gegen Forderungen der US-amerikanischen KI-Branche und verteidigt chinesische Open-Source-Modelle. In einem Interview bezeichnet er diese als hervorragend und sieht darin keine Gefahr für die Vormachtstellung heimischer Unternehmen.
Gegenwind für OpenAI und Anthropic
Bisher fordern US-Entwickler wie OpenAI und Anthropic, offene Modelle aus China vom westlichen Markt auszuschließen. Im Gespräch mit Axios widersprach Huang dieser Haltung deutlich – obwohl nahezu alle großen US-Unternehmen direkte Kunden von Nvidia sind.
»Hervorragende Open-Source-Modelle sollten genutzt werden«, sagte Huang. Mit einer strikten Antihaltung würden sich die USA nur selbst schaden.
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Kimi K3 als Auslöser
Hintergrund der Debatte ist das KI-Modell Kimi K3 des chinesischen Start-ups Moonshot. Dessen aktuelle Benchmarks widerlegen die Annahme, chinesische Unternehmen lägen noch Monate hinter der US-Konkurrenz zurück.
Dass westliche Anbieter deshalb vom Markt verdrängt werden, schließt Huang kategorisch aus – die Wahrscheinlichkeit dafür liege bei null. Mehr Wettbewerb vergrößere vielmehr den Gesamtmarkt, da mehr Menschen einen ersten Kontakt mit künstlicher Intelligenz bekämen.
Nvidia profitiert von offener Konkurrenz
Für den Hardware-Hersteller hat die Entwicklung handfeste Vorteile. Die weltweite Verfügbarkeit kostengünstiger, offener Modelle treibt die Nachfrage nach Chips und Rechenzentren nach oben.
Gleichzeitig sieht Huang das Geschäftsmodell der Premium-Dienste nicht in Gefahr. Kunden werden laut ihm weiterhin für den Komfort, die Zuverlässigkeit und die höhere Leistung geschlossener Angebote zahlen.