Zwei Personen unterhalten sich mit ChatGPT

ChatGPT Voice erreicht Desktop-Apps

Mit GPT-Live lassen sich Programme flüssig per Stimme bedienen. Langes Tippen entfällt fast komplett.

Andreas Becker GPT-Images-2.0
Zwei Personen unterhalten sich mit ChatGPT

OpenAI hat ChatGPT Voice in seine Desktop-Anwendungen für macOS und Windows integriert. Die Funktion nutzt das Sprachmodell »GPT-Live«, das Hören und Sprechen gleichzeitig verarbeitet. Anwender können damit komplexe Aufgaben direkt über das Mikrofon koordinieren.

Sprache als Steuerungsebene

Bisherige KI-Sprachassistenten erforderten meist klare Sprechpausen: Der Mensch äußert einen Befehl, die Maschine rechnet und antwortet. Mit der Vollduplex-Architektur von GPT-Live ändert sich dieser Ablauf. Das Modell verarbeitet eingehende Audiosignale kontinuierlich und nimmt neue Anweisungen auf, während es selbst noch redet.

Nutzer können der KI dadurch ins Wort fallen oder Vorgaben im laufenden Prozess korrigieren. Auf dem Desktop dient die Sprache so nicht mehr nur der reinen Konversation, sondern steuert die Anwendungen direkt.

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Fokus auf Work und Codex

Besonders deutlich wird das in den Arbeitsumgebungen »ChatGPT Work« und »Codex«. Die neue Funktion erlaubt es, mehrere Agenten in diesen Bereichen parallel zu dirigieren. Ein Programmierer kann beispielsweise per Sprache einen Codeblock anfordern und der KI noch während der Generierung mitteilen, dass sie eine bestimmte Variable umbenennen soll.

Das Modell koordiniert diese Schritte in Echtzeit. Es hört den Anweisungen zu, kommentiert den Fortschritt und führt die Änderungen direkt in der App aus. Anwender müssen Textausgaben also nicht mehr abwarten, bevor sie den nächsten Befehl erteilen.

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Nur für zahlende Nutzer

OpenAI verteilt die Desktop-Aktualisierung weltweit. Zugriff haben allerdings nur zahlende Nutzer der Tarife Plus, Pro, Business, Edu und Enterprise. Die Basisversion von ChatGPT erhält die Sprachfunktion auf dem Rechner vorerst nicht.

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