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title: Raketen beschädigen Amazon Rechenzentren in Bahrain
description: Das iranische Militär nimmt digitale Infrastruktur ins Visier. AWS Kunden müssen ihre Daten jetzt umgehend verlagern.
author: Andreas Becker
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# Raketen beschädigen Amazon Rechenzentren in Bahrain

Das iranische Militär nimmt digitale Infrastruktur ins Visier. AWS Kunden müssen ihre Daten jetzt umgehend verlagern.

[Andreas Becker](https://www.all-ai.de/charaktere)·28.07.26

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Kurzfassung
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Quellen
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- Satellitenbilder bestätigen iranische Raketenangriffe auf zwei Amazon-Rechenzentren in Bahrain.
- Das Militär deklarierte die AWS-Anlagen als legitime feindliche Ziele zur Informationsverarbeitung.
- Für betroffene Cloud-Kunden bedeutet dies vollständige Ausfälle, die voraussichtlich mehrere Monate andauern.
- Amazon rät Unternehmen dringend dazu, Notfallpläne zu aktivieren und Daten in andere Regionen zu verlagern.

- [Bloomberg: Amazon Data Centers Hit in Iran Strikes, Satellite Images Show](https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-07-28/amazon-data-centers-hit-in-iran-strikes-satellite-images-show)
- [Yahoo Finance: Amazon Data Centers Hit in Iran Strikes](https://finance.yahoo.com/technology/articles/amazon-data-centers-hit-iran-083832960.html)
- [AWS Service Health Dashboard: Operational issue - Multiple services](https://health.aws.amazon.com/health/status)

Aufnahmen aus dem All bestätigen erstmals schwere Schäden an zwei Standorten des Cloud-Anbieters Amazon in Bahrain. Der Angriff zeigt eindrücklich, dass digitale Infrastruktur in modernen Konflikten zu den ersten militärischen Zielen gehört – mit spürbaren Folgen für Unternehmen.

#### Zerstörung aus dem All sichtbar

Auswertung von Aufnahmen des europäischen Satellitennetzwerks Sentinel-2 durch die Nachrichtenagentur Bloomberg zeigt erhebliche Schäden an zwei Standorten von Amazon. Damit werden Angaben der iranischen Revolutionsgarden unabhängig gestützt. Laut der Konfliktbeobachtungsstelle ACLED trafen Projektile am 22. und 24. Juli ein Rechenzentrum in der bahrainischen Stadt Zallaq. Eine weitere Anlage in Askar, die vom Telekommunikationsanbieter Batelco für AWS-Dienste betrieben wird, wurde am 18. und 21. Juli attackiert.

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> 🚨Satellite imagery released by Iranian state media shows damage to a data center, claimed to be Amazon Web Services in Bahrain.
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>
> — Soar (@SoarAtlas) [July 24, 2026](https://x.com/SoarAtlas/status/2080490121284272431?ref_src=twsrc%5Etfw)

#### Cloud-Infrastruktur als militärisches Ziel

Da Armeen in der Kriegsführung zunehmend auf künstliche Intelligenz und digitale Netzwerke setzen, rücken Rechenzentren neben klassischen Militärstützpunkten in den Fokus. Die iranischen Revolutionsgarden veröffentlichten über die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim eigene, hochauflösende Bilder der zerstörten Gebäude. Ein Sprecher begründete die Raketenschläge damit, dass man ein »wichtiges informationsverarbeitendes Asset des Feindes« ins Visier genommen habe. Sie werfen Amazon vor, militärische Operationen der USA zu unterstützen.

Bahrain beherbergt die Hauptmarinebasis der USA in der Region und war in den vergangenen Wochen ein Hauptziel der Angriffe.

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#### Konsequenzen für AWS-Kunden

Für Unternehmen haben die physischen Schäden an der Infrastruktur direkte Konsequenzen. Bereits im März warnte Amazons Cloud-Sparte nach Drohnenangriffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain vor Störungen. Das AWS Service Health Dashboard meldete strukturelle Schäden, Stromausfälle und Wasserschäden durch Löscharbeiten in mehreren Verfügbarkeitszonen.

Seit April gelten die Rechenzentrums-Cluster in Bahrain offiziell als nicht verfügbar. AWS fordert Kunden in seinen Statusmeldungen auf, umgehend Notfallpläne zu aktivieren und laufende Anwendungen sowie Daten in andere Regionen wie Europa oder die USA zu verlagern. Amazon selbst lehnte eine Stellungnahme zu den aktuellen Aufnahmen ab. Laut den Systemmitteilungen von Amazon dürfte die vollständige Wiederherstellung der zerstörten Standorte mehrere Monate dauern.
