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title: Anthropic kauft Rechenleistung für 10 Milliarden US-Dollar in Norwegen
description: Externe Investoren finanzieren teure KI-Hardware für das Claude-Modell. Experten warnen vor Ausfällen bei sinkender Nachfrage.
author: Andreas Becker
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![Ein Rechenzentrum in Norwegen](https://www.all-ai.de/images/2-news/8-26/anthropic-ki-norwegen-1600.webp)

# Anthropic kauft Rechenleistung für 10 Milliarden US-Dollar in Norwegen

Externe Investoren finanzieren teure KI-Hardware für das Claude-Modell. Experten warnen vor Ausfällen bei sinkender Nachfrage.

[Andreas Becker](https://www.all-ai.de/charaktere)·04.08.26

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Kurzfassung
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Quellen
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- Anthropic sichert sich für zehn Milliarden US-Dollar neue Server-Kapazitäten bei dem Startup Volta.
- Die Rechenleistung stammt aus einem umgerüsteten Krypto-Rechenzentrum in Norwegen und nutzt aktuelle Nvidia-Chips.
- Um eigene Bilanzen zu schonen, finanzieren die beteiligten Tech-Konzerne diese Hardware über komplexe Netzwerke aus Zweckgesellschaften und externen Investoren.

- [Bloomberg - Anthropic Inks $10 Billion Computing Deal With Cloud Startup](https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-08-04/anthropic-inks-10-billion-computing-deal-with-new-cloud-startup)
- [Financial Times - Google and Broadcom back debt to buy AI chips](https://www.ft.com/content/549f2e23-5aa2-49c7-9ea6-a9784ab7087c?syn-25a6b1a6=1)

Anthropic mietet für zehn Milliarden US-Dollar Server-Kapazitäten bei dem neu gegründeten Cloud-Startup Volta. Die Infrastruktur für die kommenden sechs Jahre stellt das Krypto-Unternehmen Bitdeer, das dafür ein mit Wasserkraft betriebenes Rechenzentrum in Skandinavien nutzt.

#### Nvidia-Chips statt Bitcoin-Mining

Volta liefert die Rechenleistung aus einem Standort im norwegischen Tydal. Dort baut Bitdeer seine bestehenden Krypto-Anlagen um, da das Schürfen von Bitcoin derzeit weniger lukrativ ist als das Hosting von KI-Hardware. Das Rechenzentrum bietet eine Leistung von 133 Megawatt und wird mit Nvidias neuesten Vera-Rubin-Chips bestückt. Nach der Ankündigung des Deals stieg die Aktie von Bitdeer um 14 Prozent.

Volta existiert erst seit Anfang 2026. Ehemalige Manager des Vermögensverwalters Brookfield haben das Startup gegründet und 300 Millionen US-Dollar Risikokapital eingesammelt. Zu den Investoren gehören Andreessen Horowitz, Michael Dell und Nvidia. Die aktuelle Bewertung liegt bei 2,4 Milliarden US-Dollar. Ein zusätzlicher Finanzierungspool von fünf Milliarden US-Dollar ermöglicht es Volta, Kunden den Kauf der teuren Hardware vorzufinanzieren.

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#### Riskante Finanzgeflechte

Für Anthropic ist der Vertrag Teil einer breiten Strategie, den eigenen Hardware-Bedarf zu decken. Der Entwickler des Claude-Modells hat in diesem Jahr bereits 65 Milliarden US-Dollar an Kapital eingesammelt und bereitet derzeit seinen Börsengang vor. Parallel bestehen Verträge mit Amazon, SpaceX, AMD und Google.

Dabei setzen die Tech-Konzerne auf komplexe Strukturen, um ihre Bilanzen zu schonen. Google wickelt beispielsweise den Verkauf seiner eigenen KI-Chips an Anthropic über Zweckgesellschaften ab. Externe Investoren wie Apollo oder Blackstone stellen dafür das Kapital, während Google-Partner Broadcom als Bürge fungiert. Anthropic leiht die Hardware lediglich.

Kritiker warnen vor diesen zirkulären Abhängigkeiten. Wenn das Umsatzwachstum von KI-Entwicklern wie Anthropic hinter den Erwartungen zurückbleibt, drohen bei diesen verflochtenen Finanzierungsmodellen hohe Verluste für alle beteiligten Lieferanten und Geldgeber.
