---
title: Anthropic baut eigene KI Chips für Claude
description: Das Startup will unabhängiger von Nvidia werden. Ein neues Hardware Team entwickelt dafür maßgeschneiderte Prozessoren.
author: Andreas Becker
url: https://www.all-ai.de/news/news26/anthropic-claude-ki-cpu
---

![Anthropic Chip](https://www.all-ai.de/images/2-news/8-26/anthropic-ai-chip-1600.webp)

# Anthropic baut eigene KI Chips für Claude

Das Startup will unabhängiger von Nvidia werden. Ein neues Hardware Team entwickelt dafür maßgeschneiderte Prozessoren.

[Andreas Becker](https://www.all-ai.de/charaktere)·05.08.26

GPT-Images-2.0

![Anthropic Chip](https://www.all-ai.de/images/2-news/8-26/anthropic-ai-chip-1600.webp#joomlaImage://local-images/2-news/8-26/anthropic-ai-chip-1600.webp?width=1600&height=900)

Kurzfassung
 ▾

Quellen
 ▾

- Anthropic baut ein eigenes Entwicklerteam auf, um maßgeschneiderte KI-Chips für sein Modell Claude zu entwerfen.
- Damit will das Startup die Effizienz steigern und die wachsende Nachfrage nach Rechenleistung besser bedienen.
- Gleichzeitig reduziert das Unternehmen durch diesen Schritt langfristig seine Abhängigkeit vom aktuellen Marktführer Nvidia.
- Anthropic folgt damit einem Branchentrend, dem sich bereits Größen wie Google, Meta und OpenAI angeschlossen haben.

- [Business Insider: It's official: Anthropic is building an in-house chip team for Claude](https://www.businessinsider.com/anthropic-in-house-silicon-chip-team-claude-2026-8)

Das KI-Unternehmen Anthropic baut ein eigenes Team für die Entwicklung von Computerchips auf. Mit der maßgeschneiderten Hardware soll das KI-Modell Claude künftig nicht nur schneller arbeiten, das Startup will sich so auch unabhängiger vom Branchenriesen Nvidia machen.

#### Steigende Nachfrage erfordert Spezial-Hardware

Anthropic reagiert mit dem Aufbau des Teams auf den wachsenden Bedarf an Rechenleistung für Claude. Laut aktuellen Stellenausschreibungen und einer Unternehmensmitteilung sucht das Startup gezielt Ingenieure für eine neue Hardware-Abteilung. Diese Spezialisten sollen Chips entwerfen, die exakt auf die technischen Anforderungen von Claude abgestimmt sind.

Für die Hardware-Spezialisten bietet Anthropic Gehälter zwischen 320.000 und 485.000 US-Dollar. Die Kandidaten müssen nachweisen, dass sie bereits erfolgreich Halbleiter-Designs bis zur Marktreife begleitet haben. Die Stellenanzeige fordert Personen, die weitreichende technische Entscheidungen ohne die Unterstützung eines Großkonzerns treffen können.

###### Anzeige

#### Zweigleisige Strategie bleibt bestehen

Trotz der Pläne für eigene Chips greift Anthropic weiterhin auf die Infrastruktur etablierter Anbieter zurück. Ein Unternehmenssprecher erklärte, dass dieser mehrgleisige Ansatz erhalten bleibt. Die Hardware von AWS, Google, Nvidia und AMD spielt demnach auch künftig eine zentrale Rolle, um das System zu betreiben.

Die Entwicklung eigener Prozessoren soll diese Infrastruktur ergänzen. Laut dem Sprecher erlaubt die Kombination aus eigenen Chips und externer Hardware, Claude »in der von unseren Kunden geforderten Größenordnung« effizienter laufen zu lassen.

Durch die Eigenentwicklung macht sich Anthropic langfristig auch unabhängiger von Nvidia, dem Marktführer für KI-Beschleuniger. Für die eigentliche Produktion der Chips hatte Anthropic Berichten zufolge bereits im Juli mit Samsung Electronics als möglichem Fertigungspartner verhandelt.

#### Gesamte Branche setzt auf eigene Prozessoren

Auch andere große KI-Entwickler investieren zunehmend in den Entwurf maßgeschneiderter Hardware. OpenAI präsentierte erst im Juni gemeinsam mit Broadcom den speziell für KI-Berechnungen entwickelten Chip Jalapeño. Google setzt für seine KI-Schmiede DeepMind seit Jahren auf die hauseigenen TPU-Prozessoren.

Auch der Facebook-Mutterkonzern Meta plant, noch im September einen neuen Beschleuniger-Chip für seine Software-Workloads in Produktion zu schicken. Das französische Startup Mistral erwägt nach Angaben seines CEOs ebenfalls den Bau eigener Prozessoren.
