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title: Was ist aus Google DeepMind geworden?
description: Alex Turner warnt vor autonomen Waffen und kündigt. Interne Warnungen wurden konsequent ignoriert.
author: Andreas Becker
url: https://www.all-ai.de/news/beitrage2026/google-deepmind-ethik-1
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![Ein Google Deepmind Logo hält eine Drohne hoch](https://www.all-ai.de/images/2-news/7-26/google-deepmind-alex-1600.webp)

# Was ist aus Google DeepMind geworden?

Alex Turner warnt vor autonomen Waffen und kündigt. Interne Warnungen wurden konsequent ignoriert.

[Andreas Becker](https://www.all-ai.de/charaktere)·22.07.26

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Kurzfassung
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Quellen
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- Der KI-Forscher Alex Turner hat Google DeepMind aus Protest verlassen.
- Grund dafür sind neue Verträge mit dem US-Militär und Grenzbehörden, die keine festen Schranken gegen autonome Waffensysteme enthalten.
- Turners Versuche, firmenintern ethische rote Linien für das KI-Modell Gemini durchzusetzen, scheiterten an der Passivität der Führungsebene.

- [Alex Turner (TurnTrout): Why I Left Google DeepMind](https://turntrout.com/why-i-left-google-deepmind)

Der KI-Forscher Alex Turner hat seinen Job bei Google DeepMind aus Protest gekündigt. Der Grund: Google liefert Cloud-Dienste und KI-Modelle an das US-Militär sowie Grenzbehörden – ohne vertragliche Beschränkungen gegen autonome Waffensysteme oder Massenüberwachung. Interne Warnungen wurden konsequent ignoriert.

#### Militär-Deals ohne rote Linien

Auslöser für Turners Unmut waren tödliche Einsätze des US-Heimatschutzministeriums (DHS) im Januar 2026. Der Forscher fand heraus, dass Google Cloud-Dienste an diese Behörden verkauft.

Kurz darauf übte das Pentagon Druck auf KI-Anbieter aus und forderte den unbeschränkten Einsatz der KI-Systeme für »alle rechtmäßigen Zwecke«. Das umfasst laut Militärrecht theoretisch auch autonome Waffensysteme und Massenüberwachung.

Während Konkurrent Anthropic auf seinen bestehenden Vertragsgrenzen beharrte, gab Google laut Turner nach und unterzeichnete Ende April 2026 einen Vertrag für das KI-Modell Gemini. Das Dokument enthält lediglich unverbindliche Formulierungen zu ethischen Bedenken, wodurch Google bei konkreten Einsätzen kein Veto-Recht besitzt.

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#### Vergebliche interne Warnungen

Turner versuchte monatelang, die Unternehmensführung umzustimmen. Er erarbeitete einen 25-seitigen Entwurf für rechtliche Rahmenbedingungen und einen internen Aufsichtsrat.

Dafür suchte er Verbündete und sammelte über 250 Unterschriften von DeepMind-Angestellten. Er kontaktierte Führungskräfte wie DeepMind-CEO Demis Hassabis und Googles Chef-Wissenschaftler Jeff Dean. Dean hatte 2018 noch ein öffentliches Gelöbnis gegen autonome Waffen unterzeichnet.

Dean unterzeichnete auf Turners Initiative zwar einen offenen Brief zugunsten von Anthropic, stoppte den Google-Deal mit dem Pentagon aber nicht. Hassabis reichte Turners Vertragsentwurf lediglich an Policy-Mitarbeiter weiter. Eine inhaltliche Prüfung blieb aus. Auch ein Brief von mehr als 600 Mitarbeitern an Google-CEO Sundar Pichai verhinderte den Abschluss nicht.

#### Schweigen der KI-Prominenz

Mitte Juli veröffentlichte Turner nun seine Erfahrungen und kritisiert, dass bekannte KI-Pioniere vor dem Druck der US-Regierung kapitulieren. Selbst die Organisation IASEAI verweigerte eine klare Stellungnahme. Deren Gründer Stuart Russell hatte zuvor jahrelang auf großen Bühnen vor der Gefahr autonomer Waffen gewarnt.

Turner zog nach der Vertragsunterzeichnung die Konsequenzen und verließ Google. Die Zusage von Demis Hassabis aus dem Jahr 2014, DeepMind-Technologie niemals für militärische Zwecke einzusetzen, betrachtet er als gebrochen. Jobangebote von Konkurrenten wie OpenAI lehnte Turner ab – er ist derzeit arbeitslos.
